Die Geschichte des Fußballs – Vom Ballspiel zum Nationalsport

Fußball gehört zu unserem Leben wie die Tagesschau. Was wären die Sportnachrichten ohne Fußball? Was wäre ein Sommer ohne Bolzen mit Freunden?

Fußball ist ein bedeutender Teil in unserem Leben geworden. Auch Menschen, die sich gar nicht unbedingt für den Sport interessieren, können ihm kaum aus dem Weg gehen. Vor allem in Deutschland ist Fußball ein Teil der Kultur. Wer nicht selbst Fußball spielt, der schaut den Profis im Fernsehen zu.

Fußball in verschiedenen Ländern der Welt

Natürlich hat Fußball in jedem Land einen anderen Stellenwert. Bei weitem ist Fußball nicht überall so beliebt, wie in Deutschland. Trotzdem haben viele Länder eigene Ligen – diese sind die bekanntesten:

  • Deutschland – 1. Bundesliga, 2. Bundesliga
  • England – FA Premier League
  • Frankreich – Division 1
  • Italien – Serie A
  • Niederlande – KPN Telecompetite
  • Österreich – Bundesliga
  • Portugal – Primeira Divisão
  • Schottland – Scottish Premier League
  • Schweiz – Nationalliga A, Nationalliga B
  • Spanien – Primera División

In jedem Land gibt es aber natürlich nicht nur die Profi-Ligen, sondern auch eine ganze Menge verschiedener Vereine. In Deutschland werden die Profi-Vereine in 1. Bzw. 2. Bundesliga aufgeteilt. Mit Auf- oder Absteigen können Vereine von der einen in die andere Liga rutschen.

Seit jeher werden verschiedene Turniere und Meisterschaften zwischen Vereinen und Nationen veranstaltet.

Die Meilensteine des Fußballs

Fußball erscheint in unseren Köpfen etwas zu sein, das schon immer da war. Unsere Generation und sicher auch die unserer Eltern und vermutlich auch die unserer Großeltern sind mit Fußball aufgewachsen. Aber bevor Fußball ein anerkannter und offizieller Sport wurde, dauerte es schon ein bisschen.

Wo war der erste Fußball-Club der Welt?

Der erste Fußball-Club, der jemals gegründet wurde, war der Shefflield FC. Der Verein wurde 1857 von den Pionieren Creswick und Prest ins Leben gerufen. Den Verein gibt es bis heute – und natürlich schmückt sich der Club mit seiner langen Geschichte.

In den darauffolgenden Jahren haben sich immer mehr Vereine gegründet. Zehn Jahre später wird der Queen’s Park FC in Glasgow ins Leben gerufen. Das war der erste schottische Fußballverein.

Über die nächsten Jahre hat sich Fußball von Großbritannien in die Welt verbreitet. In vielen anderen Ländern der Welt wurden Fußballvereine gegründet – in erster Linie von Briten. 1867 wird der erste Fußballverein Südamerikas gegründet. Einige Jahre später gründet sich auch der erste Verein in Frankreich, dann der Schweiz, den Niederlanden, Spanien und Deutschland.

Parallel zu den Vereinen haben sich inzwischen auch eine Reihe von Football Associations gegründet.

Der Spielbetrieb beginnt

Wenig später, nachdem sich viele Vereine überall auf der Welt gegründet hatten, wurden verschiedene Spiele organisiert. 1888 startet England mit 12 Clubs den Spielbetrieb und Preston North End FC wird erster Englischer Meister.

Auf brasilianischem Boden fand das erste Fußballspiel 1894 statt – in Sao Paolo.

In anderen Ländern werden auch zunehmend Spiele und Begegnungen veranstaltet. Fußball wird zu einem sehr aktiven Event, das nicht nur für Sportler spannend ist. Es gibt eine Menge Zuschauer und Fangemeinden.

Während zu Beginn lokale Vereine und Spieler gegeneinander angetreten sind, gibt es zunehmend auch internationale Begegnungen. 1899 spricht man davon, dass deutsche Auswahlteams an den Ur-Länderspielen gegen England angetreten sind, diese fanden in Berlin und Karlsruhe statt.

Ein Rückschlag für die Fußball-Geschichte

Wir befinden uns gerade am Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Fußball ist auf dem aufstrebenden Ast und immer mehr wollen aufspringen. Sicherlich konnte man auch jetzt schon das Potential des Sports erahnen. Mitten im Umbruch, inmitten der Zeiten der Industrialisierung sind alle zur Veränderung bereit. Großbritannien hat einen Wahnsinns Entwicklungssprung hinter sich, mit der Entdeckung der Dampfmaschine und dem Einsetzen von Güterzügen. Aber auch Europa folgte und die Welt, wie wir sie kannten, existierte nicht mehr.

Die vielen negativen Aspekte der Industrialisierung waren zumindest um 1900 vielen noch nicht klar. Stattdessen blühte die Blume des Fortschritts und das Leben nahm andere Formen an – in Deutschland natürlich alles im Zeichen des Einheitsgefühl. Hierbei dürfen wir nicht vergessen, dass Deutschland wie wir es kennen gerade einmal 1871 von unserem guten Wilhelm gegründet wurde.

Während sich alle am Fußball und dessen Aufblühen erfreuen, gibt es 1902 in Großbritannien ein neues Gesetz. Dieses Gesetz verbietet offiziell den Frauen-Fußball. In einigen anderen Ländern war Frauen-Fußball sogar bis in die 1970er Jahre verboten.

Diskriminierung von Frauen im Fußball

In Großbritannien wurde 1894 eine Frauen-Fußballmannschaft gegründet. Unter dem Namen „British Ladies“ hatten der Verein 1895 sein erstes Spiel. Zu diesem Spiel sind sogar 10.000 Zuschauer erschienen – allerdings waren diese nicht am Fußball interessiert. Die Presse berichtete im Nachgang in erster Linie über die Outfits und das generelle Aussehen der Spielerinnen. Fußball galt als rau und männlich und deswegen gab es nur sehr wenige Spiele – und 1902 das britische Verbot von Frauen-Fußball.

In der Zeit des Ersten Weltkriegs bekam Frauen-Fußball ein wenig Aufschwung. Denn viele Männer zogen an die Front und Frauen konnten und mussten die Plätze in der Gesellschaft einnehmen, die vorher Männern galt. In erster Linie sorgten Unternehmer und Besitzer von Fabriken für Trainings- und Spielmöglichkeiten.

Seitdem es Fußball und Frauen im Fußball gab, wurden Gründe dafür gesucht, warum Frauen nicht Fußball spielen sollten. Fußball sei „zu rau und wesensfremd“ für Frauen – damit begründete man auch immer wieder neue Verbote.

In Deutschland ist Frauen-Fußball erst seit knapp 45 Jahren vollständig legal. Mit regelmäßigen Spielen und Vereinen.

Weitere Entwicklungsschritte des Fußballs

Fußball wie wir ihn heute kennen, musste sich erst entwickeln. Auch wenn es schon eine Reihe von Vereinen und organisierte Spiele gab, wurde über andere Dinge vorher noch nicht nachgedacht.

Erst seit 1912 spielen die Spieler mit Rückennummern. Das erste Spiel mit Rückennummern fand in Australien statt und ermöglichte es erstmals die Spieler ganz genau unterscheiden zu können.

Aber auch das Regelwerk im Fußball musste sich erst entwickeln. Seit 1924 war ein Torerfolg beispielsweise auch über einen Eckball möglich. Ab 1939 ist die Nummerierung der Trikots Pflicht und wird darauffolgend allgemein eingeführt. So gab es 1950 auch bei der WM erstmals Trikots mit Rückennnummern.

Fußball wurde immer organisierter und wurde zu einem angesehenen offiziellen Sport. 1954 gründete sich die UEFA. Trotzdem wurde Frauen-Fußball in Deutschland 1956 verboten. Im gleichen Jahr wurde aber das größte Fußballstadion in Deutschland eingeweiht – das Zentralstadion in Leipzig.

1965 löst Großbritannien das Verbot des Frauen-Fußballs auf.

Nun folgen viele neue Regeln und organisatorische Aspekte, die bisher wenig geregelt waren. Ab 1965 dürfen Mannschaften verletze Spieler austauschen. Ab 1970 gibt es rote und gelbe Karten – diese waren zum ersten Mal beim WM-Turnier in Mexiko im Einsatz. Aber erst ab 1991 folgten auch weitere Konsequenzen nach dem Erhalt einer roten bzw. gelben Karte.

1992 treten weitere neue Regeln in Kraft: Es dürfen ab jetzt zwei Feldspieler und ein Torhüter ausgetauscht werden. Es ist auch kein Handspiel des Torhüters mehr erlaubt, wenn dieser ganz offensichtlich nur den Ball zurückspielt.

Über die Jahre haben sich die Regeln und Richtlinien im Fußball immer wieder verändert. Nach wie vor gibt es hin und wieder kleine Änderungen.

Warum begeistern sich so viele Menschen für Fußball?

Die Geschichte des Fußballs ist wirklich beeindruckend. Denn in vielen Ländern waren die Menschen durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg sehr niedergeschlagen. Es gab schon seit langem keine Erfolgserlebnisse und die paar Jahre der Goldenen Zwanziger waren leider viel zu schnell vergessen. Fußball war endlich etwas, bei dem man Erfolge feiern kann – auch als Nation.

Vor allem für Deutschland ist das Nationalgefühl ein großer Teil der Geschichte. Bis fast ins 20. Jahrhundert kämpften Preußen, Sachsen und Co für ein geeinigtes Land. Deutschland kannte keine Einigkeit, keine Länderstrukturen, sondern bestand aus vielen Regionen mit unterschiedlichen Verwaltern. Fußball gab den Menschen eine Bühne der Einigkeit.

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg gab es für die deutsche Zivilbevölkerung nicht viel zu lachen. Im Fußball konnten aber schon immer alle Sorgen vergessen werden und unter Fans und Spielern waren alle gleich.

Die große Begeisterung für Fußball in Deutschland war 1954 mit dem „Wunder von Bern“ geboren. Damals gewann die deutsche Mannschaft gegen Ungarn, obwohl alle Zeichen gegen Deutschland standen. Als die Spieler aus der Schweiz zurück nach Hause kamen, wurden sie wie Popstars gefeiert. Das Volk hat neuen Mut geschöpft und man rückte wieder zusammen.

Die deutsche Nationalmannschaft

Deutschland hat vor der Umbenennung als Deutsches Reich Fußball gespielt. In verschiedenen Listen aus der Vergangenheit kann man auch noch die alte Reichsflagge finden.

Die deutsche Nationalmannschaft hat vor allem seit der 50er Jahre einige Erfolge gefeiert. Sie haben bisher 4 Weltmeisterschaften gewonnen:

  • Bern 1954
  • München 1974
  • Rom 1990
  • Rio de Janeiro 2014

Die deutsche Mannschaft wurde aber auch dreimal Europameister und einmal Konföderationen-Pokal-Sieger.

Seit 2015 wird auf die deutsche Nationalmannschaft auch als „Die Mannschaft“ verwiesen. In der Presse spricht man allerdings immer noch von DFB-Elf, DFB-Team oder einfach Nationalelf.

Die deutsche Nationalmannschaft ist generell sehr erfolgsversprechend. Bei den meisten internationalen Wettbewerben gelten die Deutschen als Favoriten – oder werden zumindest in den Finalrunden erwartet.

Die deutsche Mannschaft hat eine Geschichte von Trainern, die die Teams in der Vergangenheit teilweise an die Spitze gebracht haben:

  • ohne Trainer bis 1926
  • Otto Nerz 1926-1936
  • Sepp Herberger 1936-1942 und 1950-1964
  • Helmut Schön 1964-1978
  • Jupp Derwall 1978-1984
  • Franz Beckenbauer 1984-1990
  • Berti Vogts 1990-1998
  • Erich Ribbeck 1998-2000
  • Rudi Völler 2000-2004
  • Jürgen Klinsmann 2004-2006
  • Joachim Löw 2006-2021
  • Hansi Flick ab 2021

Ehrenspieler im deutschen Fußball

Einige Namen von Fußballspielern werden uns vermutlich auf ewig im Gedächtnis bleiben. In der Geschichte des deutschen Fußballs wurde die Ehrenauszeichnung nur an sechs verschiedene Spieler vergeben. Sie alle haben eine große Bedeutung für den deutschen Fußball gehabt und werden als Vorbilder für neue Generationen in Erinnerung bleiben:

  • Fritz Walter
  • Uwe Seeler
  • Franz Beckenbauer
  • Lothar Matthäus
  • Jürgen Klinsmann
  • Philipp Lahm

Innerdeutsche Fußballspiele

In Deutschland finden fast das ganze Jahr über diverse Fußballspiele statt. Das sind nicht nur Länderbegegnungen, sondern auch Spiele zwischen deutschen Vereinen. Spiele werden in der Regel in die der Ersten und Zweiten Bundesliga unterschieden – zumindest im Profi-Fußball. Ansonsten gibt es natürlich auch zahlreiche Amateur-Spiele zwischen kleineren Vereinen.

Fußball ist komplett in der Gesellschaft angekommen. Viele Kinder beginnen schon in jungen Jahren in Vereinen zu spielen – fast jeder Ort, und mindestens jede größere Stadt bieten einen eigenen Verein. Es gibt außerdem in fast jedem Verein verschiedene Altersklassen. Wer sich für Fußball interessiert, kann ganz leicht Mitglied in einem Verein werden und selbst spielen – egal wie alt und wie viele Erfahrungen Sie bereits gesammelt haben.

Wer nicht selbst Fußball spielen will, kann auch als Fan oder Zuschauer an den Spielen teilnehmen. Spätestens seit den Zeiten des Internets gibt es auch eine Menge Möglichkeiten Wetten auf die Begegnungen zu platzieren.

Fußballwetten sind sehr beliebt und Sie können im Internet eine große Auswahl verschiedener Wettanbieter finden. Oft können Sie sogar mit der Registrierung einen Bonus erhalten und sich erst einmal umschauen, welche Optionen es gibt. Fußball ist also deutlich mehr als nur ein Sport für ein paar Sportbegeisterte. Fußball bietet die Möglichkeit für jeden auf die eine oder andere Weise teilzunehmen.

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